Hafenprojekt

Der kleine Hafen Dabitz – um 1930 angelegt als Verladeplatz für Zuckerrüben – sollte noch in den 1980er Jahren von der Nationalen Volksarmee zum Verladen von Militärtechnik ausgebaut werden. Nach der Wende fiel der Hafen zunächst in einen Dornröschenschlaf und galt als Geheimtipp und Kontrast zum schnelllebigen Nachwendeaktionismus. Leider verfielen allmählich aber auch die ohnehin spärlichen Hafenanlagen und die zunehmende Verschlickung beschränkte die allgemeine Nutzung.

Bereits ab 1990 gab es durch den damaligen Verkehrsverein Bemühungen zur Erhaltung und Gestaltung des Hafens und seiner bescheidenen Anlagen. Mit der Gründung des Hafenvereins Dabitz e.V. im Jahre 2002 begann mit regelmäßigen Arbeitseinsätzen und Zusammenkünften eine kontinuierliche Pflege und erste Ideen und Pläne zum Ausbau des Hafens wurden entwickelt.

Damit begann auch ein aufwändiger und langwieriger Prozess um Anträge und Fördergelder. Das Ergebnis hartnäckigen Strebens und zäher Verhandlungen ist am Ende ein geteilter Hafen. Die Südseite wird ausschließlich mit Vereinsmitteln gestaltet und die Nordseite mit öffentlicher Förderung zum  Wasserwanderrastplatz ausgebaut. Betreiber des gesamten Hafens bleibt dabei der Hafenverein in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kenz-Küstrow.

Bei der Gestaltung des gesamten Projektes ging und geht es darum, einen einfachen Charakter zu wahren. Hier soll keine Marina entstehen, sondern ein solider schutzbietender Hafen für Wassersportler, ein naturnaher Ort zum Verweilen und Genießen, bestmöglich eingefügt in die umgebende Landschaft. Es bleiben integriert ein Zeltplatz für Radreisende und Kanuten sowie der Caravanstellplatz. Zusätzlich wird ein Servicegebäude mit Sanitärtrakt und Kiosk gebaut. Auf der Nordseite entstanden im erweiterten Hafenbecken und entlang der weit nach Osten reichenden Mole 40 mit Strom versorgte Gastliegeplätze plus Anlegestelle für die Fahrgastschifffahrt.  Nach den umfangreichen Baggerarbeiten beträgt die Solltiefe im Hafenbereich 2,3 Meter, eine bezeichnete Ansteuerung ist in Planung.

Ja und wann war es endlich soweit?

Nach Jahren des Wartens im Wechsel von Hoffnung und Zweifel rückte im  August 2016 plötzlich schweres Gerät an und seitdem laufen die Arbeiten kontinuierlich.

Inzwischen sind die Hafenanlagen soweit fertig und werden bereits seit letzter Saison genutzt. Auf der Vereinsseite sind 23 Liegeplätze entstanden, auf der öffentlichen, der Wasserwanderrastplatzseite gibt es 40 mit Strom versorgte Liegeplätze in unterschiedlichen Boxengrößen (Hafenplan folgt).

Eine inoffizielle Einweihung erfuhr unser Hafen bereits durch die Austragung der Absegelregatta des Barther Seglervereins im Herbst letzten Jahres bei uns.


Im unmittelbaren Hafenumfeld gibt es Verzögerungen im Baugeschehen. So wird sich die Fertigstellung des Sanitärgebäudes mit Kiosk und Infopoint noch etwa bis Mitte dieser Saison hinziehen. Bis dahin steht ersatzweise ein vollausgerüsteter Sanitärcontainer zur Verfügung. Die zum Zelten geplante Fläche westlich des Hafenbeckens ist trotz umfangreicher Drainagearbeiten noch zu nass. Als Ausweichfläche dient zunächst der schmale Rasenstreifen nördlich des Hafenbeckens.

Die offizielle Einweihungsfeier des neuen Hafens und Wasserwanderrastplatzes findet nach Abschluss aller Baumaßnahmen voraussichtlich zu Beginn der Saison 2019 statt.