Hafenprojekt

Der kleine Hafen Dabitz – um 1930 angelegt als Verladeplatz für Zuckerrüben – sollte noch in den 1980er Jahren von der Nationalen Volksarmee zum Verladen von Militärtechnik ausgebaut werden. Nach der Wende fiel der Hafen zunächst in einen Dornröschenschlaf und galt als Geheimtipp und Kontrast zum schnelllebigen Nachwendeaktionismus. Leider verfielen allmählich aber auch die ohnehin spärlichen Hafenanlagen und die zunehmende Verschlickung beschränkte die allgemeine Nutzung.

Bereits ab 1990 gab es durch den damaligen Verkehrsverein Bemühungen zur Erhaltung und Gestaltung des Hafens und seiner bescheidenen Anlagen. Mit der Gründung des Hafenvereins Dabitz e.V. im Jahre 2002 begann mit regelmäßigen Arbeitseinsätzen und Zusammenkünften eine kontinuierliche Pflege und erste Ideen und Pläne zum Ausbau des Hafens wurden entwickelt.

Damit begann auch ein aufwändiger und langwieriger Prozess um Anträge und Fördergelder. Das Ergebnis hartnäckigen Strebens und zäher Verhandlungen ist am Ende ein geteilter Hafen. Die Südseite wurde ausschließlich mit Vereinsmitteln gestaltet und die Nordseite mit öffentlicher Förderung zum  Wasserwanderrastplatz ausgebaut. Betreiber des gesamten Hafens bleibt dabei der Hafenverein in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kenz-Küstrow.

Nach Jahren des Wartens im Wechsel von Hoffnung und Zweifel rückte im August 2016 plötzlich schweres Gerät an und seitdem ging es zügig voran. Auf der Nordseite entstanden im erweiterten Hafenbecken und entlang der weit nach Osten reichenden Mole 40 mit Strom versorgte Gastliegeplätze plus Anlegestelle für die Fahrgastschifffahrt. Auf der Südseite des Hafenbecken – aus eigener Kraft – die geplanten 23 Liegeplätze für den Hafenverein.




Bereits seit Sommer2017 werden die Hafenanlagen genutzt und erfuhren mit der Austragung der Absegelregatta des Barther Seglervereins im September schon eine inoffizielle Einweihung.


Doch gab es zunächst noch einiges zu improvisieren. Das Baugeschehen um das Servicegebäude verzögerte sich erheblich. Ein Sanitärcontainer musste her und das legendäre Frauenpower-Hafencafé verlieh der Saison 2018 seinen ganz speziellen Reiz und anerkennenden Zulauf.

 

2019: Geschafft! Nach Fertigstellung des modernen Servicegebäudes mit Sanitärtrakt, Hafenmeisterbüro, Café und Imbiss endlich die offizielle Einweihung. Das schlechte Wetter stand symbolträchtig für die erheblichen Widrigkeiten, die es bis zum Schluss zu überwinden galt.

Bei der Gestaltung des gesamten Projektes galt es, einen einfachen Charakter zu wahren. Hier sollte keine Marina entstehen, sondern ein solider schutzbietender Hafen, bestmöglich eingefügt in die umgebende Landschaft, ein naturnaher Ort zum Verweilenund Genießenfür See- und Seh-Leute, ein Ort zum Ankommen, Aufbrechenund Wiederkehren.

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